Pflegeanleitung für dein neues Piercing

Für heute gilt: lass dein Piercing in Ruhe!
Bis zur vollständigen Abheilung, halte dich bitte an folgende Regeln:

• Grundsätzlich jede unnötige Berührung vermeiden (wenn unbedingt nötig, vorher Hände gründlich waschen und bestenfalls, anschließend desinfizieren!)
• Kein Besuch von Schwimmbädern, Saunen oder Solarien in den ersten 4 Wochen!!
• Makeup, Creme, Haarprodukte, etc., dürfen nicht in die Wunde gelangen! Mindestens 1cm um das Piercing herum aussparen.
• Möglichst nicht auf dem Piercing schlafen (vor allem bei Knorpel-piercings zu beachten!)
• Beim Duschen eine pH-neutrale und parfümfreie Waschlotion benutzen.
• Kein Kontakt mit fremden Körperflüssigkeiten innerhalb der ersten 2 Wochen (z.B. Speichel, Schweiß, Sperma).
• In der ersten Woche auf Sport und/oder körperliche Belastung der gepiercten Stelle verzichten.
• Das Piercing keinesfalls während der Abheilphase herausnehmen!! Wechseln, nur mit vorheriger Absprache mit deinem Piercer!

Wie du das Piercing pflegen solltest:

2- bis 3- Mal am Tag, für die kommenden 4-12 Wochen:
1. Schritt: Hände waschen, und das gründlich!
2. Schritt: das Prontolind Spray auf die Ein- und Ausstichseite des Piercings sprühen, ca. 60 Sekunden einwirken lassen.
Das Piercing nicht bewegen! Durch die kapillare Wirkung gelangt das Mittel von ganz alleine in den Stichkanal. Bewegungen des Piercings können zu Schädigungen/Reizungen des Wundkanals führen und es könnten Bakterien, Schmutz oder Allergene in den Wundkanal gelangen.
3. Schritt: Sollten sich Krusten um das Piercing gebildet haben, kannst du sie mit einem Wattestäbchen vorsichtig entfernen (Fingernägel weg!)
4. Schritt: Gebe jeweils (Ein-/Ausstichseite) einen Tropfen Prontolind Gel drauf und jetzt bitte einfach in Ruhe lassen! Den Überschuss vom Gel ruhig drauf lassen. Es härtet aus und bildet eine dünne

Schutzschicht über dem Stichkanal:

Wenn es Probleme gibt Frage bitte immer (wenn möglich) zuerst deinen Piercer! Im Verlauf der Wundheilung können einige Dinge passieren, die nicht unweigerlich den Besuch beim Arzt oder gar den Verzicht auf das Piercing mit sich bringen.

Du solltest Deinen Piercer auf jeden Fall aufsuchen, wenn:

• du das Pflegemittel nicht verträgst (erhöhter Juckreiz, Brennen oder Ausschlag)
• sich allergische Reaktionen zeigen (Wunde fühlt sich zunehmend unangenehmer an, nässt, blutet oder eitert, evtl. auch Ausschlag)
• sich eine Gewebewucherung bildet
• sich das Piercing entzündet hat. In diesem Fall, NICHT einfach den Schmuck entfernen! Das Wundsekret kann sich in dem Kanal abkapseln und zu einer schweren und tiefen Entzündung führen. Dieses muss dann unter Umständen chirurgisch behandelt werden.

Was normal ist:

Folgende Dinge sind vollkommen normal und sollten dir kein Unbehagen bereiten. Es gilt: Fühlst du dich unsicher, frag deinen Piercer!

Nach dem Piercen kann:

• die gepiercte Körperstelle anschwellen (Kühlung hilft)
• die Wunde brennen und/oder leicht schmerzen
• es zu leichten Blutungen kommen
• milchige Wundflüssigkeit aus dem Stichkanal dringen (kein Eiter)
• es sich so anfühlen als ob dein Piercing „Höhen und Tiefen“ hat – eben fühlte es sich abgeheilt an, dann wieder nicht
• es für dich ungeahnte Einschränkungen geben, weil bestimmte Bewegungen für dich unangenehm sind

Das Besondere bei Oralpiercings:

• nach jedem essen und trinken das Piercing mit „Prontolind Mundspray" desinfizieren
• auf scharfe, extrem heiße Speisen, sowie frische Milchprodukte, verzichten
• die ersten drei Tage nicht rauchen!

Das Besondere bei Intimpiercings:

• keinerlei sexuelle Aktivität in den ersten 2 Wochen
• keine zu enge Kleidung und bestenfalls atmungsaktive Unterwäsche